Überwältigt, stolz und dankbar – mit diesen Gefühlen blickte Cengiz Ehliz, laut eigenen Angaben, auf seine Auszeichnung zum Unternehmer des Jahres 2019 beim 12. Schwarz-Weiß- Ball der CSU zurück. „weiter so, lieber Herr Ehliz!“, so wohl die Worte des Ministerpräsidenten a.D, Dr. Stoiber, an diesem Abend. Das alles ist nachzulesen in Ehliz´ aktuell letzten privatem Blogbeitrag, denn seine wee-Gemeinschaft lässt er scheinbar gerne an seiner Gefühlwelt teilhaben. 

Heute, etwas über ein Jahr nach der spektakulären Preisverleihung in München, lesen wir in unterschiedlichen Berichterstattungen, dass Ehliz beschlossen hat bis zur abschließenden Klärung der gegen ihn im Rahmen einer Verurteilung wegen Betruges in Belgien erhobenen Vorwürfe in den Hintergrund zu treten. Er müsse sich auf das Revisionsverfahren konzentrieren. (bspw. https://verbraucherschutzforum.berlin/2020-02-23/cengiz-ehliz-ist-auch-bayerischer-unternehmer-des-jahres-207364 )

Interne Kreise sowie Enthüllungsseiten (https://mlm-news.net/bereitet-cengiz-ehliz-nach-dem-betrug-mit-flexkom-und-weeconomy-nun-seine-flucht-aus-europa-vor/ ) äußerten sogar die Vermutung Ehliz sei „abgetaucht“ bzw. „auf der Flucht“. Uns wurde zudem zugetragen Ehliz´ Haus und Hof Juristin Judith Behr sei ebenfalls abgetaucht und Ewald Schmutz, aktuell Präsident des Verwaltungsrates der weeMarketplace AG und weeConnect AG und ehemals Geschäftsführer der FlexCom Europe GmbH – heute aktiv als weeBuiness GmbH – sei entlassen worden. Ob diese Äußerungen der Wahrheit entsprechen können wir derzeit noch nicht belegen. 

Dabei hat das wee-Universum erst kürzlich so stolz nach Südkorea geblickt. Denn dort an der Kryptobörse Probit erfolgte der IEO ihres WMA Tokens (weeMarketplaceAccessToken). Nachdem der ICO 2018 wohl begann und von langatmigen und ausufernden Family&friends privat presale Rabatt-Aktionen dominiert wurde sollte der Token in 2019 auf eine eigenen Blockchain migriert werden. Nun startet schließlich mit dem Listing an einer Börse der offene Verkauf, auf den viele Vertriebler bzw. Investoren lange gewartet haben.

Umso größer muss die Enttäuschung aktuell sein, da der WMA seit seinem Start am 10.02.2020, bei aktuell leichtem Kursanstieg, insgesamt bereits enorme Verluste hat einbüßen müssen (Stand 26.02.2020, Quelle: ProBit). War der Token zu Beginn bei Zugrundelegung des derzeitigen BitCoin Kurses 0,012 Euro wert, so ist er heute nur noch 0,0034 Euro wert. 

Betrachten wir die weeNexx Family&Friends Rabatt-Aktionen über die neue Vertriebsstruktur „Cooinx“ um Michael Scheibe, so könnte man auf dieser Grundlage eine kleine Rechnung aufstellen. 

Quelle: https://cooinx.com/weenexx/

Wäre man diesem Angebot gefolgt, hätte 10.000 Euro investiert und hätte damit einen Token zum Preis von 0,005 Euro erhalten, so hätte man aktuell insgesamt einen Verlust in Höhe von 3.200 Euro. 

Für uns ist diese Entwicklung kaum überraschend, immerhin hielten wir es für äußerst unwahrscheinlich, dass weeMarketplaceToken sich in der Flut von tausenden ebenfalls auf BitCoin oder Etherium basierenden Tokens dursetzen würde. Das Studium des Whitepapers hat uns hier nicht überzeugt. Fachkreisen stellen sich im Übrigen die Frage, wieso dieses ICO so lange Zeit in Anspruch genommen hat. Ein Prozess von zwei Jahren sei unüblich für Projekte dieser Art.

Nicht das erste Mal, dass in Ehliz´ Unternehmungen etwas unüblich verläuft, wie nun das Urteil aus dem belgischen Antwerpen nahelegt. Nach sechsjährigem Verfahren hat das Gericht in erster Instanz Cengiz Ehliz am 11. Februar 2020 verurteilt, wie u.a. business for home am 15. Februar 2020 berichtet (https://www.businessforhome.org/2020/02/belgium-court-sentence-flexkom-executives-to-40-months-in-jail/ ). 

Zitat: 

Google Übersetzung: The Belgium correctional court has sentenced three men to large-scale fraud with the Flexcom loyalty system. Asker Sakinmaz (52) and Cengiz Ehliz (49) received forty months in jail and a fine of 18,000 euros, Erwin F. (53) thirty months in prison and a fine of 6,000 euros.

Google Übersetzung: Das belgische Justizvollzugsgericht hat drei Männer mit dem Flexcom-Loyalitätssystem zu Betrug in großem Umfang verurteilt. Asker Sakinmaz (52) und Cengiz Ehliz (49) erhielten vierzig Monate Gefängnis und eine Geldstrafe von 18.000 Euro, Erwin F. (53) dreißig Monate Gefängnis und eine Geldstrafe von 6.000 Euro.

Das Urteil sei allerdings noch nicht endgültig rechtskräftig. Eine Berufung stünde im Raum. 

Cengiz Ehliz, der im vergangenen November Sponsor des FC Sion wurde und gemeinsam mit Christian Constantin, Besitzer und Präsident des Schweizer Fussballclubs,  sowie einem Scheck über 1,5 Millionen Franken für das Projekt „wee love Romandie“ in die Kamera lächelte, erklärte nun laut mehrere Quellen wie folgt: 

Liebe Partnerinnen und Partner,

Das Urteil des Antwerpener Gerichts vom Dienstag, 11. Februar 2020, hat mich unerwartet und persönlich hart getroffen. Dieses Urteil bezieht sich auf gewisse, langjährig (2010 bis 2014) zurückliegende Aspekte der Geschäftstätigkeit der Firma Flexcom, richtet sich ausschliesslich gegen mich als Privatperson und steht in keinem Zusammenhang mit der heutigen Tätigkeit und Ausrichtung der wee-Gruppe.

Ich werde alles unternehmen, um die erhobenen und nun erstmals gerichtlich beurteilten Vorwürfe zu entkräften. Leider ist es mir aus prozessualen Gründen im Rahmen des laufenden Verfahrens derzeit nicht möglich, mich zu diesem Punkt vertieft zu äussern.

Aufgrund dessen, was wir bis heute mit viel Herzblut erreicht haben, bin ich mehr denn je vom Erfolg unseres einzigartigen Mobile Payment- und Cashback-Systems überzeugt. Um diesen Erfolg nicht unnötig zu gefährden, habe ich mich, schweren Herzens, aus meinem unternehmerischen Selbstverständnis heraus dazu entschieden, bis zur abschliessenden Klärung der gegen mich erhobenen Vorwürfe in den Hintergrund zu treten.

Dieser Schritt soll es der wee-Gruppe ermöglichen, unabhängig und ohne das Risiko eines sachlich ungerechtfertigten Reputationsschadens die weiteren Schritte auf dem Weg zu einer erfolgreichen Marktetablierung des wee-Systems anzugehen.

Das Urteil gegen mich darf und wird der Umsetzung dieses Ziels, namentlich auch in der Schweizer Romandie und beim FC Sion, aber auch in allen anderen prioritären Zielregionen, nicht im Wege stehen.

Cengiz Ehliz

Man könnte denken Empfänger dieses Statements seien die aktuellen Vertriebler und Investoren. Diejenigen, die die Vision von Cengiz Ehliz mit einem Invest allein im Rahmen des ICOs in Höhe von 45 Millionen Euro tragen.  Aber so gerne er seine Gemeinschaft an seiner Gefühlswelt teilhaben lässt, so schwer fällt es ihm scheinbar sich zu der aktuellen Situation zu erklären. Unsere Recherche hat ergeben, dass wohl nicht alle diese Worte erhalten haben. Unterstützer aus dem Ausland haben erst durch unsere Kontaktaufnahme von Ehliz´ Plänen erfahren. Bis jetzt haben sie inständig darauf gehofft an dem Erfolg der Unternehmung zu partizipieren und an der Wertsteigerung des Tokens zu verdienen. 

Ähnliche Hoffnungen werden auch diejenigen gehabt haben, die in der Vergangenheit in FlexKom bzw. FlexCom oder auch den Börsengang der Marke „wee“ investiert haben. Man spricht von mehr als 40.000 geschädigten Investoren alleine in der Türkei. Wir haben mit vielen Geschädigten gesprochen, die im Nachgang nichts unternehmen wollten, man schäme sich dafür auf das System hereingefallen zu sein. In Belgien haben schließlich 41 Geschädigte eine Sammelbeschwerde eingereicht und eine Verurteilung erlangt. Das Urteil richtet sich nicht gegen die Gesellschaften des wee-Universums, sondern gegen Cengiz Ehliz persönlich. Auf diese Tatsache legt er, wie sein Statement zeigt, besonderen Wert. Aber ist das ausreichend, um die Investoren zu befrieden? Schauen wir uns die Historie der Vision um das Cashbacksystem aus Bad Tölz und die Aspekte der Geschäftstätigkeit von Cengiz Ehliz seit Beginn einmal an, um zu ergründen, in welchem Zusammenhang sie mit der Tätigkeit für die wee-Gruppe stehen könnten. 

Hier sieht man Cengiz Ehliz, wie er erzählt, dass die Umsetzung seiner Vision 2010 begann. 

Quelle: Facebook 

Der zeitlich erste Hinweis, den wir über die Umsetzung der Vision in Deutschland gefunden haben, war die Neueintragung der CFK Invest AG mit Sitz in Kreuzlingen am 15. April 2009. Ob Cengiz Ehliz bei dieser Gründung bereits involviert war, ist unklar. Die Gesellschafter einer Aktiengesellschaft sind auch in der Schweiz nicht den Registern zu entnehmen. Allerdings wurde hier im Jahr 2013, genauer gesagt, am 07.11.2013 die erste Marke eingetragen – FlexKom (Quelle: https://www.easymonitoring.ch/handelsregister/weeconomy-ag-942169 )

Noch heute liegen die Rechte der Marke „FlexKom“ bei dieser Gesellschaft. (Quelle:https://www.swissreg.ch/srclient/faces/jsp/trademark/sr300.jsp?language=de&section=tm&id=63391%2F2013)

Mittlerweile firmiert die CFK Invest AG allerdings unter weeCONOMY AG. Es ist ein und dieselbe Gesellschaft, die am 23.04.2014 lediglich umfirmiert wurde und der nun Siana Petrova, die Lebensgefährtin des Cengiz Ehliz, als Präsidentin vorsteht. 

Heute betreibt diese Gesellschaft – die interessanterweise als eine der wenigen Gesellschaften dieses Konglomerats kein Teil der wee-Grupper bzw. keine Tochter der Muttergesellschaft ist, die heute unter dem Namen Swiss Fintech Invest AG firmiert – den wee-Marktplatz der wee-Gruppe. Laut der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (Stand März 2019) für WeeMember (Wee Kunden) ist Vertragspartner des wee Kunden die weeConomy AG, Burgstrasse 8, 8280 Kreuzlingen, Schweiz, Handelsregisternummer (UID): CHE-114.819.805 (https://www.wee.com/de/de/termsofuse ). 

Das bedeutet, dass jeder, der beispielsweise eine Wee-App auf seinem Smartphone besitzt und sich über diese am Marktplatz angemeldet und eine Kundennummer zugewiesen bekommen hat, Vertragspartner dieser Gesellschaft geworden ist, die als Rechtsnachfolgerin der CFK Invest AG auch über die Umfirmierung im Jahr 2014 hinaus auch heute noch Inhaberin der Markenrechte an FlexKom ist. Auf die Tätigkeit für diese Marke und die mit ihr in Zusammenhang stehenden Gesellschaften bezieht sich die Verurteilung Ehliz´. 

Der Jahreswechsel 2014/2015 dürfte für die Vita des Visionärs, nach unsrem Empfinden, generell bedeutsam gewesen sein. In dieser Phase verlor Cengiz Ehliz nicht nur langjährige Vertraute und Partner – wie den ebenfalls verurteilten Asker Sakinmaz oder auch Rudolf Engelsberger – dies war auch die Phase, in der die neue Marke „wee“ auf der FlexAtion auf ganz spektakuläre Art und Weise vorgestellt wurde. Aber dazu später mehr. Außerdem begann das Verfahren in Belgien im Oktober 2014. 

Schauen wir uns zunächst die Geschichte von FlexKom bzw. FlexCom etwas genauer an. Leider sind viele Quellen aus diesen Anfangsjahren auf türkischer Sprache, aber vielleicht hilft dieses Video, veröffentlich von Michael Scheibe am 27.10.2015 auf youtube.de, einen kleinen Einblick zu bekommen

Am Rande möchten wir an dieser Stelle feststellen, dass viele der in diesem Video aus den Anfangstagen von FlexKom und auch weeconomy gezeigten Gesichter auch heute noch im Umfeld des Cengiz Ehliz und Michael Scheibe aktiv sind oder dies zumindest noch einige Zeit waren. Sie sind womöglich Teil eines sog. „Inner Circle“. 

Quelle Fotos: youtube Video FlexCom 5 YEARS und Facebookseiten der jeweiligen Person

FlexKom 1.0

In dem oben genannten Video sind die ersten Auftritte von Cengiz Ehliz in der Türkei zu sehen. Hinter ihm ist ein älteres FlexKom Logo zu erkennen. Diese Phase haben wir FlexKom 1.0 genannt – in Anlehnung an Ehliz´ Bezeichnung für die spätere Phase ab Mitte 2014 als FlexKom 2.0. 

Über diese erste Phase sind nur wenige belastbare Informationen im Internet auffindbar. Videos, die wir noch vor drei Jahren auf Youtube gesehen haben, finden wir heute nicht mehr – so wie beispielsweise Mitschnitte einer Veranstaltung in Kroatien auf der Cengiz Ehliz erklärte, dass man nun den Vertrieb der Pakete auslagern und gesellschaftsrechtlich vom Marktplatz trennen müsse, um nicht Gefahr zu laufen als ein Schneeballsystem klassifiziert zu werden. 

An der Stelle bietet sich ein kurzer Exkurs zur Abgrenzung von nach dem deutschen Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) strafbarer progressiver Kundenwerbung, wie beispielsweise bei klassischen Schneeball- und Pyramidensystemen und dem straflosen Multi Level Marketing an. 

Nach § 16 Absatz 2 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, „wer es im geschäftlichen Verkehr unternimmt, Verbraucher zur Abnahme von Waren, Dienstleistungen oder Rechten durch das Versprechen zu veranlassen, sie würden entweder vom Veranstalter selbst oder von einem Dritten besondere Vorteile erlangen, wenn sie andere zum Abschluss gleichartiger Geschäfte veranlassen, die ihrerseits nach der Art dieser Werbung derartige Vorteile für eine entsprechende Werbung weiterer Abnehmer erlangen sollen“.

Kurz gesagt ist es strafbar, sobald das Unternehmen den Kunden veranlasst, Neukunden für einen Bonus zu werben (sog. Kopfprämie). Diese Konstellation ist von einer Konstellation abzugrenzen, bei der der Kunde einen Neukunden wirbt, dafür einen Bonus erhält, aber nicht vom Unternahmen zur Werbung veranlasst wurde. Anhand der Rechtsprechung haben sich hierbei einige Kriterien herausgebildet. Erfolgt der Vertrieb primär zum Warenabsatz, so liegt ein zulässiges Multi-Level-Marketing vor, erfolgt der Warenabsatz dagegen primär in den Vertrieb hinein, kommt es also in erster Linie nicht darauf an, das Produkt zu verkaufen, sondern möglichst viele Verkäufer anzuwerben, liegt also der Schwerpunkt nicht im Vertrieb der Ware, sondern darin sich eine eigenen Vertriebskette aufzubauen und daraus Erträge zu erwirtschaften, so liegt eine unzulässige progressive Kundenwerbung vor. Typisch für solche illegalen Systeme ist u.a. auch die Tatsache, dass hohe finanzielle Vorleistungen erhoben werden. Für eine umfassende rechtliche Beurteilung – in die wir jetzt nicht einsteigen werden – bedarf es einer genauen Würdigung aller Umstände des Einzelfalles und eine genaue Analyse des jeweiligen Vertriebssystems. 

Vorliegend konnten wir in den vergangenen 10 Jahren so einige Paket- und Systemänderungen, Ausgliederungen, Umfirmierungen, Verschiebungen, etc. erleben, sodass die Frage der Zulässigkeit überhaupt nicht einheitlich zu beantworten ist, sondern auf den jeweiligen Zeitpunkt abzustellen sein wird. Vor diesem Hintergrund kann sich allerdings jeder geschädigte einmal selbst hinterfragen, worin der Schwerpunkt seiner Vertriebstätigkeit lag. Wir haben in der Vergangenheit Äußerungen über den Ablauf von Werbungsgesprächen gehört, die wir an dieser Stelle nicht wiedergeben möchten, um nicht den Anschein zu erwecken, wir würden zu einer bestimmten dieser beiden Varianten tendieren. 

Internetseite, wie bspw. http://www.flexkom-start.de wurden in der Zwischenzeit scheinbar gelöscht, auch die Domain www.flexstart.de steht wieder zum Verkauf. Ein Bericht in auf Business for Home vom 3. September 2012 legt die Vermutung nahe, dass die erste Unternehmung im Zusammenhang mit FlexKom ihren Sitz in der Türkei hatte (https://www.businessforhome.org/2012/09/flexkom-opening-the-european-mlm-market/ ) und mit der FlexKom Europe GmbH ein Sitz in Deutschland erst im Juli 2012 in Holzeringen bei Stuttgart eröffnet wurde. Als sich FlexKom 2010 noch in der Entwicklungsphase befand, habe das Management die Türkei bewusst als Ausgangspunkt für das Technologie-Startup gewählt. Das E-Commerce Netzwerk FlexKom sei am 2. Februar 2011 in der Türkei eingeführt worden. Das Management habe aus einem Team von drei international erfolgreichen Networking-Profis mit jahrzehntelanger unternehmerischer Erfahrung bestanden. FlexKom habe das große Ziele, bis 2017 40 Länder eröffnet haben. 

Die Bestätigung für die Gründung in Holzeringen fanden wir nach kurzer Recherche über die Unternehmenshistorie der FlexKom Europe GmbH, spätere FlexCom Europe GmbH (13.11.2014), dann weeBussiness GmbH (2.09.2016) unter der Geschäftsführung von Judith Behr, dann unter Cengiz Ehliz (ab 1.10.2018) (https://www.northdata.de/?id=10863785 ). 

Für seine Tätigkeit bei genau dieser weeBusiness GmbH, mit dem aktuellen Sitz in München wurde Cengiz Ehliz als Unternehmer des Jahres 2018 beim 12. Schwarz-Weiß- Ball der CSU ausgezeichnet. 

Bild Quelle: wahrscheinlich weeCONOMY AG über https://www.presseportal.de/pm/122695/4189145

Das bedeutet auch, dass jene Gesellschaft, für die der ebenfalls in Belgien verurteilte Asker Sakinmaz zur Zeit seiner betrügerischen Handlungen im Rahmen der FlexKom/FlexCom die Geschäftsführereigenschaft inne hatte, später prämiert wurde. Die Frage, die wir uns stellen ist, hat die CSU dies nicht gewusst, weil sie keine Nachforschungen angestellt hat oder hat sie bewusst über die Historie dieser Unternehmung und das bereits laufende Strafverfahren in Belgien hinweggesehen? 

Ersteres würde uns doch stark wundern. Immerhin findet sich nach nur kurzer Google-Suche in diversen Unternehmens-Check Seiten an ganz prominenter Stelle der Hinweis auf die Webseite der weeBusiness GmbH: boffice.flexcom.com – so wie beispielsweise unter https://web2.cylex.de/firma-home/weebusiness-gmbh-7860297.html  

Noch interessanter ist, was sich hinter diesem Link verbirg – das Backoffice der am 03.11.2017 gegründeten MPM Group mit Sitz in Luxemburg. 

Diese MPM Group ist laut Erklärung des Rechtsanwalts von Cengiz Ehliz, Holger Hartlieb, „offizielle Rechtsnachfolgerin der früheren FlexCom“. 

https://www.derfflinger.de/wirtschaft/cengiz-ehliz-lässt-durch-holger-von-hartlieb-klarstellen,-dass-flexcom-nun-die-mpm-group-in-luxemburg-ist.html

Aus dieser Auskunft werden wir kaum schlau, denn wie wir wissen, gibt es verschiedene Gesellschaften, die den Namen FlexCom in sich tragen. Die FlexKom bzw. FlexCom Europe GmbH kann es zumindest nicht sein, denn diese ist, wie bereits dargestellt, aktuell unter dem Namen weeBusiness GmbH aktiv. 

Wir vermuten allerdings, dass es sich hierbei um die am 14.05.2013 gegründete und zuletzt als FlexCom International AG firmierende Gesellschaft handelt, die am 22. Marz 2017 nach Luxemburg umzog. Auch diese Gesellschaft hat sich im Laufe der Zeit namentlich gewandelt. Sie wurde gegründet als FlexKom International Holding AG, wurde dann am 27.08.2014 in FlexCom International AG umbenannt. Wir empfinden es als auffällig, dass auch hier die Änderung im Jahre 2014 stattgefunden hat – bereits ein Jahr nach der Gründung. 

FlexKom International, mit K, jedenfalls war im Jahr 2013 wohl in aller Munde. Mit den Unterkategorien wie bspw. FlexHotel, FlexCell oder auch FlexHoliday bestritt man mit viel Applaus, Konfetti, eingerahmten Zertifikaten und einem strahlenden Cengiz Ehliz das FlexKom Opening Germany in Günzburg. Einen Einblick in diese Veranstaltung bekommt man hier: 

Es existiert ein weiteres Indiz dafür, dass eine Verbindung zwischen der FlexKom International AG und der MPM Group bestehen könnte und zwar handelt es sich hierbei um die Ausrichtung der Webinare. Die Webinare sind, wie wir im Verlauf noch feststellen werden, ein gern genutztes Kommunikationsmittel zwischen der Führung und den Vertrieblern, insbesondere zur Vorstellung neuer Pakete. Während frühere Webinare bspw. von Cengiz Ehliz und oder Michael Scheibe selbst unter dem Emblem der FlexKom International ausgerichtet wurde, so übernahm in den späteren Jahren Mirko Scheffler unter der MPM Group diese Funktion. Die Frage, die sich uns in diesem Zusammenhang allerdings aufdrängt, ist, wieso es notwendig gewesen ist, die Spuren dieses Übergangs derart zu verschleiern. Die MPM Group AG wurde im November 2011 in Luxemburg neu gegründet – dies bestätigt sowohl eine Email eines handelsregister-Informationsdienstes aufgrund unserer Anfrage aus dem April 2019 als auch im November getätigte Auszüge aus dem Formenprofil. Mal ganz losgelöst von der Frage, warum ein Umzug nach Luxemburg überhaupt notwendig gewesen ist, verbindet man mit dem Staat Luxemburg und Gesellschaften doch immer ein gewisses Geschmäckle. 

Ein Fakt am Rande: MPM soll Gerüchten zu folge nicht als Abkürzung für den Namen „Mobile Payment Markets“ stehen, sondern für die Vornamen der drei Herren, die bei der Gründung an der Spitze standen: Mirko Scheffler, Peter Grünewald und Michael Scheibe. 

Wir möchten an dieser Stelle jedoch nicht zu tief in die Verflechtungen und Veränderungen der einzelnen Gesellschaften des FlexKom-/FlexCom- und „wee“-Konglomerates eintauchen. Viel zu verwirrend sind die sich zum Teil nur in kleinen Nuancen unterscheidenden Namen der Gesellschaften, sowie deren Beziehungen zueinander. 

Was können wir über das Geschäftsmodell aus der Zeit um die Jahre 2011 und 2012 sagen? 

Grundlage aller Geschäftsmodelle ist die Umsetzung der Vision von Cengiz Ehliz. Hintergrund der Vision ist die die digitale Revolution und die damit verbundene Veränderung des Verbraucherverhaltens. Einzelhändler und Dienstleister erleiden sukzessive immer stärkere Umsatzeinbußen aufgrund des Online-Handels. Und genau hier möchte Ehliz ansetzen. Lokale Einzelhändler sollen an der Digitalisierung partizipieren. Der FlexKom-Marktplatz – genauso wie in Folge der wee-Markplatz – soll eine digitale weltumspannende „Mega-Mall“ werden, in der der Einzelhändler die Chance hat sich darzustellen und damit am E-Commerce teilzuhaben. Aber nicht er alleine soll finanzielle Vorteile erlangen, sondern ebenso der Endkunde, durch Rabatte in Form von Cashback. In den folgenden Jahren wurde dies noch um den Aspekt „Geld statt Punkte“ erweitert, um sich von anderen Cashbackplayern abzugrenzen. „Eine Karte, eine App in der gesamten Stadt, in der Region, im ganzen Land und in Zukunft in der ganzen Welt“, so beschreibt Ehliz seine Vision unter anderem auf der Wee Convention 2018. 

Was wir aufgrund eines Überblicks über die wenigen Quellen, so wie bspw. einer Präsentation aus dem Dezember 2012 (https://www.slideshare.net/alexanderworth/flexkom-12-december-presentation ) sagen können ist, dass damal genauso, wie in späteren Phase der Tätigkeit von Cengiz Ehliz, vor allem mit der Möglichkeit eines lebenslangen passiven Einkommens geworben wurde. Hierbei kommt nun das Network Marketing System ins Spiel.

Auch damals wurden Pakete geschnürt und vertrieben, die den Menschen ermöglichen sollten an den Gewinnen aus der Entwicklung eines Markplatzes zu partizipieren. Tausende von Ladengeschäften sollten bereits damals an das System angeschlossen sein, wie sich unter anderem aus der Präsentations-Slide über das Jahr 2011 ergibt. 

Bild Quelle: https://www.slideshare.net/alexanderworth/flexkom-12-december-presentation

Mit ausgezeichneten Erfolgen ließ sich schon damals sehr gut werben, so wie bspw. mit dem Award für die die an der schnellsten wachsende und innovativste Firma oder einem ausführlichen Artikel im Network-Karriere Magazin. 

Das verwundert natürlich deutlich weniger, wenn man erfährt, dass der Herausgeber und Geschäftsführer des Network-Karriere Magazins zeitweise wohl als Medienberater der FlexKom Europe GmbH tätig gewesen ist. 

Den Schein hat Cengiz Ehliz gemeinsam mit seinen Gefährten und Medienberatern jederzeit sehr gut wahren können. Heute ist es Tilmann Meuser, der ihn immer wieder in bestem Licht glänzen lässt. Eine hervorragende social media Arbeit, sowie blumige und hoch professionelle Presseartikel sind hierbei besonders hervorzuheben. Letztere werden auch stets gut platziert und in der Regel effektvoll beworben und verbreitet. Nur wenigen fällt der kleine Schriftzug „Advertorial“ über den Presseberichterstattungen auf. 

Bild Quelle: Facebook

Wir möchten jeden, der diesen Text liest dazu ermuntern, selbständig Recherchen anzustellen und sich durch die Suche nach dem Wort „Advertorial“ auf diversen Nachrichtenportalen einen Überblick darüber zu verschaffen, welche Texte tatsächlich einen journalistischen Hintergrund haben und hinter welchen sich bezahlte Werbung verbirgt. 

Im Großen und Ganzen ist festzustellen, dass Pressesprecher und Medienberater Tilmann Meuser für Cengiz Ehliz insgesamt ein sehr gutes Kampagnen- und Krisenmanagement betreibt. Er scheut auch nicht davor Leuten, die objektiv, aber kritisch über das System berichten – so wie wir – persönlich anzugreifen und in ein schlechtes Licht zu stellen, sowie unliebsame Berichterstattungen abmahnen zu lassen. Wie haltbar diese Vorgehensweise ist, sieht man an einem kürzlich erlassenen Urteil: https://www.derfflinger.de/vertrieb/wee,-flexcom-und-mpm-group-cengiz-ehliz-und-rechtsanwalt-holger-von-hartlieb-unterliegen-vor-dem-landgericht-münchen-i.html

Ein Experte, wie Tilmann Meuser, wäre Ehliz sicher auch in früheren Zeiten hilfreich gewesen, denn während der Aufbau der sog. Phase 1 in Europa (Erschließung von D / CH / A / NL / BE / F / UK ) voranschritt und in Deutschland mit den Erfolgen in der Türkei in blumigen Worten für den Einstieg in das System geworben wurde, so wie bspw. hier im Januar 2013 https://flexkom-network-german.blogspot.com/2013/, entwickelte sich in der Türkei selbst langsam der Unmut. 

Wörtliche Google Übersetzung: 

Staatsanwaltschaft Ankara

In Bezug auf die offene Verhandlung des öffentlichen Verfahrens, das unserem Gericht wegen des beschuldigten Mannes im kriminellen Betrug eröffnet wurde

Die Staatsanwaltschaft von Ankara c. wurde mit der Anklageschrift vom 18.04.2013 und 2013 an unser Gericht geschickt und über das Strafgericht des 2. Notars von Osmanien an unser Gericht geschickt. Die Petition vom Datum der Überweisung wurde an den Anhang gesendet,

Gemäß der im Anhang eingereichten Petition wurde beschlossen, als Reaktion auf die Benachrichtigung des Unternehmens, das der Geschäftsführer des Unternehmens flexkom ist, und des Unternehmens, das ein Cengiz Ehliz, Asker Skinmaz, Davut Türkoglu und Präsidententeam hat, eine Strafanzeige einzureichen.

Das Gericht wird gebeten, unser Gericht über das Ergebnis des erforderlichen Ermessensspielraums und der erforderlichen Leistung zu informieren.

Auf diversen Enthüllungsseiten findet man heute noch sehr unschöne Worte über die damaligen Geschehnisse in der Türkei. Einige Seiten wurden auch bereits gelöscht. FlexKom habe die Leute nicht bezahlt. Man sei mit duzenden von Pos-Geräten einfach im Stich gelassen worden. Wie die Ermittlungen ausgegangen sind können wir allerdings genauso wenig sagen, wie ob sie der Grund für den Rückzug des Asker Skinmaz waren, der zum Jahreswechsel 2014/2015 aus dem System und den Gesellschaften ausstieg. Zur selben Zeit etwas, wie Volker Wainig, der in der USA mit FlexKom ähnlich gescheitert ist. 

Nun kam die Zeit, in der sich Cengiz Ehliz mit seiner Vision ganz auf Europa konzentrierte. 

FlexKom 2.0

In unseren folgenden Darstellungen sprechen wir sowohl über FlexKom als auch über FlexCom. Hinter diesen beiden Namen verbirgt sich unserem Verständnis nach ein und dieselbe Geschäftsidee. Die Hintergründe zur Namensänderung sind uns nicht bekannt. Spekulationen wollen wir unterlassen.

„Wir sind die Firma, die ein System platziert, mit dem jeder Kunde beim Einkauf ein Cashback bekommt,“ so Cengiz Ehliz in seinem Webinar vom 29. Mai 2014 In diesem anderthalb stündigen Video erklärt Ehliz gemeinsam mit Michael Scheibe, dass der Händler, sobald er das System hat sofort auch Einnahmen generiert. 

Dabei wird immer wieder betont, dass man sich vorstellen solle, man wäre zur Einführung von Visa Card und Master Card beteiligt gewesen. Ähnliche Worte haben wir in den letzten Monaten und Jahre auch in Bezug auf den bevorstehenden ICO immer wieder vernommen. Hier wurde auf den Bit Coin verwiesen und die Vorstellung erweckt der Wee Token würde eine ähnlich exorbitante Wertsteigerung erfahren. 

In dem Video erklärt Ehliz weiter, dass zu dem Zeitpunkt als 25.000 Bestellungen vorlägen. FlexKom sei die weltweit größte Shopping Comunity in 19 Ländern. Nun würde das Ganze aber richtig angeschoben und daher seien ab Juni 2014 die Produktpakete verfügbar. Sie würden die bisherigen Lizenzpakete ersetzen. 

Einige dieser Informationen sind auch im FlexKom Newsletter Mai 2014 nachlesbar (http://docplayer.org/13525897-Flexkom-newsletter-ausgabe-mai-2014-nun-ist-es-soweit-flexkom-2-0-hat-begonnen-jetzt-ist-das-flexkom-system-auf-mega-wachstum-ausgerichtet.html ). 

Um in das System einzusteigen und die erste Position BD zu erreichen, musste eine Startlizenz erworben werden, das E-biz-Paket – zu einem günstigen Preis von nur 199,- Euro und einer jährlichen Verlängerungsgebühr von nur 99,- Euro. 

Quelle: Flexkom Newsletter Mai 2014 – herausgegeben von der FlexKom International Holding AG | Burgstraße 8 | CH-8280 Kreuzlingen/Switzerland | www.FlexKom.com 

Mit diesem Paket bekam man bspw. Zugriff auf ein persönliches Backoffice und eine Online Academy. Allerdings enthielt dieses Paket nicht keinerlei Hardware, also kein Pos-Geräte, mit dem das Cashbacksystem umsetzbar wäre. Hierfür musste als Minimum im K1 Team Member Produktpaket schon 699,- Euro aufwenden. Dafür erhielte man eine Provision in Höhe von 5% von allen Kundenumsätzen, die aus den Pos-Terminals generiert werden. Durch den Erwerb des größtmöglichen Paketes mit 20 Pos-Geräten zu einem Preis von 9.780 Euro erhöhten sich die 5% auf 20% Provision. Zudem erhielte man 20% aller Kundentransaktionen, die über diesen Pos-Gerät umgesetzt würden.

Es ist offensichtlich, dass auf diese Art und Weise Erträge nur erzielt werden konnten, wenn möglichst viele Einzelhändler ein Pos-Terminal anbieten und aber auch möglichst viele Käufer die FlexKom auch tatsächlich nutzen. Rückblickend betrachtet wissen wir, dass der in Aussicht gestellte virale Ausbau von Akzeptanzstellen für die Pos-Geräte nicht geglückt ist. Die im Zuge der Einführung dieser neuen Pakete versprochenen Mikro-Jobber soweit Callcenter wurden nie eingesetzt, wie uns in diversen Gesprächen mit Geschädigten berichtet wurde. 

Im Großen und Ganzen vermissen wir, sowohl in den Webinaren, als auch in den Newslettern eine überzeugende Darstellung der Strategie, wie der Ausbau der Akzeptanzstellen stattfinden sollte. Wie auch in aktuellen Videos zu verschiedensten Paketen im Zusammenhang mit dem ICO oder WeeNexx AG, liegt der Schwerpunt in der Regel in der Darstellung der verschiedenen Pakete, sowie „noch nie dagewesenen“ Aktionen, die man nicht verpassen dürfe aber auch verschiedenen Entwicklungsstufen. Wer sich mit Multi Level Marketing (MLM) beschäftigt, dem dürften solche Darstellungen sicherlich bekannt sein. Eine Abgrenzung zwischen MLM Unternehmungen und illegalen Schneeballsystemen ist daher häufig schwer. Ausschlaggebend ist vor allem, auf welche Art und Weise Einnahmen generiert werden, ob es also tatsächlich eine Ware gibt, die vertrieben wird oder ob man Einnahmen nur über das Anwerben von weiteren Vertrieblern/Partnern/Team-Mietgliedern erzielt. 

Im Falle von FlexKom scheint es so als habe ein Großteil derjenigen, die eine Investition getätigt haben keine entsprechenden Einnahmen generieren können. Wie wir in Gesprächen erfahren haben, habe auch die Hardware nicht einwandfrei funktioniert. 

Wenn Cengiz Ehliz in seinem Seminar erklärte, „wie das Geschäft funktioniert“ (Minute 87), dann sprach er nicht über die hinter der Hardware stehende Technik oder deren Implementierung beim Händler, sondern vor allem darüber wie viele Partner man für sein Team benötigt und einen bestimmten Bonus zu erlangen. Die Frage der Anschlussfähigkeit der Pos-Geräte an verschiedene Kassensysteme wurde nach Auskunft unserer Gesprächspartner aber auch an anderer Stelle offengelassen. 

Wichtig schienen vor allem die neuen Pakete und Verdienstmöglichkeiten zu sein, die uns doch eigentlich stark an die alten erinnern. Aber man wollte neue Wege gehen, es nun richtig anschieben und es vielleicht besser machen. Vielleicht wollte man auch altes und unliebsames hinter sich lassen – so wie eine Menge Geschädigter in der Türkei und den USA? 

Und was könnte die Krönung des scheinbar neuen Weges sein? – ein neuer Name. 

Dieser wurde schließlich am 17. Januar 2015 in Oberhausen offiziell eingeführt. Knapp einen Monat nach der Umfirmierung der CFK Invest AG  in weeCONOMY AG und drei Tage nach der Umfirmierung FlexCom Group AG in weeconomy Group AG bekam die Vision einen neuen Namen.  

Das wee nun nichts mehr mit FlexKom/FlexCom zu tun habe ist mit Blich auf den Ablauf der FlexAtion schwer nachvollziehbar.

Es ist sicher nicht unüblich den Namen einer Marke zu ändern. Vielleicht hält man den Namen im Laufe der Jahre für veraltet halte, für nicht ausreichend eingängig oder hip. Was hier allerdings vollzogen wurde ist eine Umfirmierung aller Gesellschaften, die mit der Unternehmung zusammenhängen. Nicht eine hat den Namen FlexKom/FlexCom in irgendeiner Form behalten. Stattdessen wurden bis heute viele weitere Gesellschaften in dem System „wee“ gegründet. Wahrscheinlich sind es 19, sagte mir Cengiz Ehliz einmal persönlich, er wisse es aber selbst nicht genau. 

Wir stellen uns die Frage, weshalb es notwendig ist, ein solch kompliziertes Gesellschaftsgeflächt aufzubauen, das man selbst nichtmehr versteht. Und wieso musste der alte Name verschwinden? Lag es womöglich mitunter daran, dass Ehliz´ alter Geschäftspartner Robert Mundt, ehemaliger Vorstandschef des Berliner Energieanbieters Flexstrom kurz vor einer Verurteilung stand und man sich abgrenzen wollte? https://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/familienunternehmer/robert-mundt-umziehen-statt-bezahlen-wie-der-gruender-von-flexstrom-seinen-glaeubigern-entkam/23063884.html?ticket=ST-707472-gXptTQoTNxaNWEjkngaR-ap2

Das Unternehmen Flexstrom, zu dessen Vätern Cengiz Ehliz im Jahr 2003 gehörte, hinterließ durch Schulden in Höhe von insgesamt 511 Millionen Euro. Robert Mundt wurde schließlich vom Landgericht Berlin dazu verurteilt 2,1 Millionen Euro zu zahlen.

Vielleicht wollte man bei den vielen neuen Projekten, die in den nächsten Jahren anstehen würden, vermeiden, dass potentielle neue Vertriebler und Investoren auf alte Berichterstattungen im Zusammenhang mit dem Namen FlexKom stoßen. Denn ab 2015 begann eine spannende Zeit, mit Börsengang, ICO und Sportstättenkampagne, über die wir in einem gesonderten Text detaillierter berichten werden. Eines blieb aber bis heute, tausende engagierte Menschen mit dem Wunsch sich etwas aufzubauen, überzeugt durch wohlig warme motivierende und inspirierende Worte, die Millionen von Euro (alleine beim ICO 45 Millionen) in eine Vision investiert haben, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit niemals umgesetzt werden wird.